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ZUGFeRD-PDF prüfen: was unser Viewer aus der eingebetteten XML zeigt

finisma Redaktion18. Juni 2026Lesezeit: ca. 5 Min.

Sie bekommen eine PDF-Rechnung und wissen nicht, ob darin auch wirklich strukturierte Daten stecken? Oder Sie haben gerade selbst eine ZUGFeRD-Rechnung erzeugt und wollen vor dem Versand sehen, was die Buchhaltungssoftware Ihres Kunden gleich auslesen wird? Genau dafür haben wir den ZUGFeRD-Viewer gebaut. PDF rein, Strukturprüfung und der vollständige Rechnungsinhalt aus der XML kommen sofort zurück.

1. Wann Sie den Viewer brauchen

Drei Situationen kommen in der Praxis am häufigsten vor:

  • Eingangsprüfung. Sie erhalten von einem Lieferanten eine PDF, die behauptet, eine E-Rechnung zu sein. Bevor Sie sie weiterverarbeiten, wollen Sie wissen: steckt wirklich eine XML drin und welche Daten enthält sie?
  • Ausgangskontrolle. Sie haben gerade eine ZUGFeRD-PDF aus Ihrer Software erzeugt. Bevor Sie sie an einen großen Kunden schicken, kontrollieren Sie kurz, ob alle Pflicht­felder richtig befüllt sind und die Summen stimmen.
  • Fehlersuche. Eine bestimmte Rechnung wird vom Buchhaltungssystem abgelehnt. Mit dem Viewer sehen Sie sofort, ob der Fehler in der PDF-Struktur, in einem fehlenden Marker oder im Inhalt der XML liegt.

In allen drei Fällen reicht ein Drag-and-Drop. Sie brauchen weder ein Konto noch eine Installation.

2. Was strukturell geprüft wird

Die Strukturprüfung beantwortet eine Frage: Ist diese PDF technisch eine ZUGFeRD- oder Factur-X-Rechnung? Sechs Prüfpunkte stehen im Ergebnisblock direkt unter dem Hochladen:

PrüfpunktWas dahinter steckt
Gültiges PDFSignatur %PDF- und Versionsstring (1.4 bis 2.0).
PDF/A-3Im XMP-Metadatenstrom muss pdfaid:part auf 3 und pdfaid:conformance auf U oder B stehen. PDF/A-3 ist die einzige PDF/A-Variante, die eingebettete Daten erlaubt.
Eingebettete DateiEin /EmbeddedFiles-Verzeichnis im Document-Catalog. Ohne diesen Eintrag findet keine Buchhaltung die XML.
AFRelationship/AFMarker, der die XML als „Source" oder „Alternative" zur PDF ausweist. ZUGFeRD/Factur-X verlangen das ausdrücklich.
Korrekter DateinameDie eingebettete Datei muss factur-x.xml heißen (bzw. zugferd-invoice.xml in älteren Versionen oder xrechnung.xml in Hybriden).
Factur-X-MetadatenIm XMP-Stream stehen die ConformanceLevel-Felder, mit denen Empfänger das Profil (Minimum, Basic WL, Basic, EN 16931, Extended) erkennen.
XML eingebettetWir entpacken die Streams in der PDF und suchen ein CrossIndustryInvoice-Wurzelelement.

Werden alle Punkte bestanden, färbt sich der Ergebnisblock grün. Fehlt etwas, sehen Sie sofort welcher Punkt es war.

3. Welche Felder aus der XML kommen

Sobald eine XML gefunden wurde, parst der Viewer sie und stellt die Rechnung im gewohnten Brief-Layout dar:

  • Kopf: Dokumenttyp (Handelsrechnung, Gutschrift, Korrekturrechnung), Rechnungsnummer, Ausstellungsdatum, Leistungsdatum, Fälligkeit.
  • Referenzen: Käuferreferenz, Bestellnummer des Käufers, Auftragsnummer des Verkäufers, Vertragsnummer, Kostenstelle. Diese Felder sind in B2B-Workflows oft die entscheidenden Schlüssel.
  • Verkäufer und Käufer: Name, Anschrift (inklusive Land), USt-IdNr. und nationale Steuernummer, Ansprechpartner mit E-Mail und Telefon, wenn vorhanden.
  • Zahlungsempfänger: Wenn die Rechnung einen abweichenden Empfänger nennt (Factoring, Konzern­verrechnung), wird der gesondert ausgewiesen.
  • Positionen: Bezeichnung, Zusatzbeschreibung, Artikelnummer des Verkäufers, Artikelnummer des Käufers, GTIN, Menge mit Einheit (HUR wird zu Std., C62 zu Stk., MTK zu m² und so weiter), Einzelpreis, USt-Satz und Positionssumme netto.
  • Summen: Netto, USt nach Steuersätzen aufgeschlüsselt, Brutto, bereits gezahlte Beträge, Restbetrag.
  • Zahlung: Zahlungsart als Klartext (SEPA-Über­weisung, Lastschrift, Scheck), IBAN, BIC, Verwendungszweck, Zahlungsbedingungen im Volltext.

4. Anmerkungen aus dem IncludedNote-Feld

ZUGFeRD lässt zu, dass eine Rechnung beliebige Anmerkungen mit sich führt, die nicht in andere Felder passen: Erstellungshinweise, Hinweise auf Skonto, Pflicht­angaben nach § 14 UStG, Hinweise auf Reverse-Charge oder Steuerbefreiungen. Diese Notes haben einen optionalen SubjectCode nach UNCL 4451 (AAI für allgemein, REG für regulatorisch, TXD für Steuerinformation, PMD für Zahlungs­bedingungen).

Der Viewer listet alle Anmerkungen am Ende des Rechnungs­blocks und zeigt den SubjectCode klein dahinter an. Sie sehen also auf einen Blick, was der Rechnungs­steller technisch als „nur ein Hinweis" markiert hat und was als steuerrelevant. Unser eigener Konverter trägt dort den Hinweis „Erstellt mit finisma.de" mit dem Code AAI ein. Bei Rechnungen aus DATEV, lexware oder Branchen­software steht an dieser Stelle oft der Skontosatz oder ein Verweis auf die zugrunde liegende Bestellung.

5. Was der Viewer bewusst nicht macht

Ehrlichkeit bei den Grenzen ist wichtiger als ein verkäuferisches „alles in einem":

  • Kein vollständiger EN-16931-Business-Rules-Check. Der Viewer prüft Struktur und zeigt Inhalte. Eine echte Geschäftsregel­prüfung (BR-CO-, BR-DE-, BR-FX-Regeln) braucht einen separaten Validator. Unser Konverter führt diese Prüfung bei der Umwandlung mit aus.
  • Keine grafische Darstellung des Original-PDF. Wir zeigen die Daten aus der XML, nicht das Bild der Rechnung. Beides gleichzeitig öffnen Sie am einfachsten in zwei Tabs.
  • Kein XRechnung-Support. Eine reine XRechnung-XML hat keinen PDF-Container und folgt teilweise einem anderen Schema. Dafür brauchen wir ein eigenes Tool. Es kommt.
  • Keine Garantie auf fachliche Korrektheit. Die Anzeige beruht auf dem, was im XML steht. Wenn der Aussteller die Summen falsch gerechnet hat, sehen Sie die falschen Summen. Der Viewer prüft die Struktur und gibt Ihnen die Daten zurück.

6. Was mit Ihrer Datei passiert

Nichts. Genauer: Die hochgeladene PDF wird im Speicher unseres Servers in Deutschland geparst, der Ergebnisblock geht an Ihren Browser zurück, und die Datei wird verworfen. Kein Datenbank­eintrag, keine Zwischen­datei, kein Logging mit Inhalts­daten. Anders als beim Konverter kommt auch keine KI ins Spiel, weil die Daten in der XML schon strukturiert vorliegen.

Wenn Sie Rechnungs­inhalte besonders schützen müssen (etwa Personal­abrechnungen oder Mandanten­daten), ist das hier eine der wenigen Online-Optionen, bei denen der Inhalt den Server nicht überdauert. Details stehen in unserer Datenschutz­erklärung.

Direkt ausprobieren

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Drag-and-Drop genügt. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Speicherung.

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7. Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem ZUGFeRD-PDF und einer normalen PDF-Rechnung?+

Eine ZUGFeRD-PDF sieht aus wie eine normale Rechnung, enthält aber zusätzlich eine eingebettete XML-Datei mit den strukturierten Rechnungsdaten nach EN 16931. Buchhaltungssysteme lesen diese XML automatisch ein. Eine normale PDF ist nur ein Bild und erfüllt die E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich ab 2027 bzw. 2028 nicht.

Kann der Viewer auch XRechnung anzeigen?+

Aktuell nicht. XRechnung ist eine reine XML-Datei ohne PDF-Hülle und folgt einem leicht anderen Schema (UBL bzw. CII ohne den ZUGFeRD-Container). Wir bauen dafür ein eigenes Tool. Für ZUGFeRD und Factur-X liefert der Viewer alle Felder.

Werden die hochgeladenen Dateien gespeichert?+

Nein. Die PDF wird nur im Arbeitsspeicher des Servers verarbeitet und ist nach der Antwort wieder weg. Es entsteht kein Datenbankeintrag, keine Zwischenspeicherung auf der Festplatte und kein Log mit Inhaltsdaten.

Welche Felder zeigt der Viewer an?+

Den Dokumenttyp, die Rechnungsnummer, alle Datumsangaben, Verkäufer, Käufer und optionalen Zahlungsempfänger, sämtliche Positionen mit Beschreibung, Artikelnummer, Menge und Einheit, USt-Aufschlüsselung, Gesamtsummen, IBAN/BIC, Zahlungsart, Zahlungsbedingungen und alle Anmerkungen aus der XML.

Was bedeutet die Note „Erstellt mit finisma.de“ am Ende der Anzeige?+

Das ist eine Dokument-Note (BT-22) aus der XML. ZUGFeRD-Generatoren können solche Anmerkungen mit einem Subject Code (z. B. AAI für allgemeine Info) ergänzen. Unser Konverter trägt dort den Hinweis auf finisma.de ein. Andere Generatoren nutzen die Note für Zahlungshinweise oder Steuerrelevantes.

Reicht eine bestandene Strukturprüfung als rechtliche Validierung?+

Nein. Der Viewer prüft die technische Struktur (PDF/A-3, eingebettete XML, Marker). Die fachliche Validierung (Business-Rules der EN 16931, Pflichtfelder im konkreten Profil, Rechenkonsistenz) ist davon getrennt. Unser Konverter führt diese Prüfung zusätzlich aus, wenn Sie eine PDF in ZUGFeRD umwandeln.

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